Der NFS – kurz und bündig

Der Nationale Forschungsschwerpunkt (NFS) «nccr – on the move» wurde im Juni 2014 lanciert und erforscht Themen rund um Migration und Mobilität. Der NFS möchte zu einem besseren Verständnis der aktuellen Migrationsmuster beitragen und ein innovatives, konkurrenzfähiges Forschungsgebiet über Migration und Mobilität in der Schweiz  schaffen. Der «nccr – on the move» ist an der Universität Neuenburg angesiedelt und umfasst neunzehn Forschungsgruppen an acht Schweizer Universitäten: Neuenburg, Basel, Bern, Freiburg, Genf, Lausanne, Luzern und Zürich. Rund 70 Forschende und administrative Mitarbeitende sind im NFS tätig.

Forschungsschwerpunkt

Übergeordnetes wissenschaftliches Ziel des «nccr – on the move» ist die Schaffung eines umfassenden interdisziplinären Rahmens für ein besseres Verständnis der Art der Migration und Mobilität sowie der aktuellen Veränderung der Migrationsmuster und der Mobilität in der Schweiz.

Der «nccr – on the move» führt Forschungsprojekte aus den Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften zusammen, um so neue Perspektiven auf die sich verändernde Migrationsrealität zu entwickeln. Diese Projekte werden miteinander kombiniert, um Antworten auf die übergreifende Forschungsfrage zu finden: Was zeichnet die heutigen Migrationsmuster im Zusammenspiel von Migration und Mobilität aus?

Im Einzelnen werden die Projekte:

  • den Status quo der Mobilität der Menschen in der Schweiz aufzeigen;
  • die Entstehung und Entwicklung des Migrationsrechts in der Schweiz nachzeichnen;
  • die Mechanismen beschreiben, über die internationale Normen innerstaatliches Recht und innerstaatliche Regulierungen beeinflussen;
  • die Auswirkungen von Politik und Gesetzgebung auf verschiedene gesellschaftliche und institutionelle Akteure beleuchten;
  • die Wechselbeziehungen zwischen den Marktmechanismen und dem Staat im Bereich der Arbeitsmigration untersuchen;
  • die Zusammensetzung, Verläufe und Eigenschaften spezifischer Migrationsbewegungen analysieren;
  • die Rolle des Geschlechts, des Alters sowie der Bildung und des sozialen Status in der Migration erforschen und
  • die mit der Migration einhergehenden Ein- und Ausschlussmechanismen beleuchten.

 

Zusätzliche Tätigkeitsbereiche

Nebst seinen Kernaufgaben im Bereich der Forschung kümmert sich der NFS auch um diverse andere Aufgaben – insbesondere Kommunikation, Wissenstransfer, Aus- und Weiterbildung, Chancengleichheit –, die den Nutzen und Wirkungsgrad des «nccr – on the move» verstärken.

Ein interdisziplinärer, projektübergreifender gegenseitiger Ideenaustausch und ein Doktorandenprogramm im Bereich der Migrations- und Mobilitätsstudien führen zu einer Stärkung der wissenschaftlichen Innovation und Migrationsforschung in der Schweiz. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden in einem ersten Schritt in der Reihe der «Working Papers» des NFS und später auch in anderen Publikationen veröffentlicht. Die interne Kommunikation spielt eine Schlüsselrolle beim Austausch von Ideen, Forschungsansätzen, Daten und Ergebnissen unter den Mitgliedern des «nccr – on the move». Ferner ermöglichen verschiedene Massnahmen zum Wissenstransfer einen regelmässigen und strukturierten Austausch mit den Mitgliedern der nationalen und internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft, den institutionellen Partnern, Entscheidungsträgern und Meinungsführern. Kombiniert mit externen Kommunikationsaktivitäten machen diese Massnahmen herausragende wissenschaftliche Leistungen publik und stellen sicher, dass das innerhalb des NCCR gewonnene Wissen auch ein nichtakademisches Publikum erreicht. Der Verbesserung der Chancengleichheit sowie des Bewusstseins für Gleichstellungsfragen, (Nicht-)Diskriminierung und Stereotypen werden auf sämtlichen Ebenen des «nccr – on the move» hohe Priorität eingeräumt.