Wo lassen sich die Zugewanderten nieder?

MMI 6

Wenn Sie bei der Ansicht des Indikators Schwierigkeiten haben, klicken Sie hier um ihn in einem neuen Tab im Web-Browser anzuschauen.

Die in die Schweiz einreisenden Migrantinnen und Migranten verteilen sich nicht gleichmässig auf alle Kantone oder Gemeinden. Auf die gesamte Schweiz bezogen, belief sich die Einwanderungsrate im Jahr 2014 auf 19 ausländische Personen pro 1’000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Am beliebtesten waren 2014 die Kantone Genf und Basel-Stadt (47 bzw. 31 Zugewanderte pro 1’000 Einwohnerinnen und Einwohner). Appenzell Innerrhoden, Schwyz und Glarus verzeichneten dagegen weniger Immigrantinnen und Immigranten: weniger als 10 pro 1’000).

Die attraktivsten Gemeinden in der Schweiz waren 2014 unter anderem Leysin (VD) und Randogne (VS), mit jeweils 187 bzw. 175 Zugewanderten pro 1’000 Einwohnerinnen und Einwohner. Port-Valais (VS) und Sorengo (TI) zählten ebenfalls mehr als 100 Zugewanderte pro 1’000 Einwohnerinnen und Einwohner. In all diesen Gemeinden gibt es eine Privatschule oder Privatuniversität, was die hohen Raten erklärt. Die erste Grossstadt in dieser Einstufung ist Genf, mit einer Rate von 66 pro 1’000. Die tiefsten Einwanderungsraten in der Gruppe der mittelgrossen bis grossen Gemeinden (ab 2’000 Einwohnerinnen und Einwohner) verzeichneten Knutwil (LU), Eggersriet (SG) und St. Niklaus (VS) mit jeweils 1,9 bzw. je 2,2 pro 1’000. Unter den Städten mit einer ständigen Wohnbevölkerung von mehr als 10’000 Personen hat Münsingen (BE) die tiefste Rate (4 pro 1’000).

Die Herkunftsnationalität der Migrantinnen und Migranten kann eine Rolle dabei spielen, in welcher Region der Schweiz sich die Personen niederlassen. Französinnen und Franzosen entscheiden sich logischerweise eher für die Westschweiz, während Deutsche zu einem der Kantone in der Deutschschweiz tendieren. Migrantinnen und Migranten aus Italien, Portugal oder Spanien zeigen dagegen keine ausgeprägte Präferenz für eine bestimmte Region.

Definition

Ständige Wohnbevölkerung: Schweizerinnen und Schweizer sowie Ausländerinnen und Ausländer mit einer Aufenthaltsbewilligung für mehr als 12 Monate. Seit 2011 zählen zur ständigen Wohnbevölkerung auch Ausländerinnen und Ausländer mit Ausweis F oder N, die seit mindestens 12 Monaten in der Schweiz leben.

Quelle: Bundesamt für Statistik, Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP, 2010–2014)

Hinweis zum Verfahren: Die Zuwanderungsraten werden wie folgt berechnet: Die Zahl der in die Schweiz eingewanderten ausländischen Personen mit einer Aufenthaltsbewilligung von mindestens einem Jahr wird durch die Zahl der mittleren, ständigen Wohnbevölkerung der Gemeinde oder des Kantons geteilt. Die mittlere Wohnbevölkerung wird anhand des jeweils am Anfang und am Ende der jeweiligen Periode vorliegenden Mittelwerts berechnet. Die Raten werden als Zahl pro 1’000 angegeben.

Um Dateien (Excel) mit den vollständigen Daten zu erhalten, senden Sie Ihre Anfrage bitte an: info@nccr-onthemove.ch.